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Wieder Probleme mit instabilem Hang bei Autobahn-Projekt Dresden-Prag

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Bei der Fertig­stel­lung des letzten Autobahn­teil­stücks zwischen Prag und Dresden drohen neue Verzö­ge­rungen. Ein Hang neben der im Bau befind­li­chen Trasse bei Prackovice an der Elbe gilt als instabil. „Wir lassen niemanden dorthin, solange die Autobahn nicht hundert­pro­zentig sicher ist“, sagte der tschech­si­sche Verkehrs­mi­nister Dan Tok am Dienstag der Agentur CTK. Schotter soll nun am Hang dafür sorgen, dass sich dort keine Nässe staut.Das Minis­te­rium rechnet dennoch weiter mit dem geplanten Eröff­nungs­datum 17. Dezember. „Das wäre das schönste Weihnachts­ge­schenkt für die Einwohner von Lovosivce, Usti und anderen Orten, durch die sich täglich Zehntau­sende Lastwagen wälzen“, sagte Oldrich Bubenicek, kommu­nis­ti­scher Regions­prä­si­dent mit Sitz in Usti nad Labem (Aussig an der Elbe).An der Autobahn D8 (E55) wird seit mehr als 25 Jahren gebaut. Im Juli 2013 hatten nach Stark­regen 500 000 Kubik­meter Erdreich die bereits fertig­ge­stellte Fahrbahn bei dem Dorf Litocho­vice verschüttet und für erheb­liche Verzö­ge­rungen gesorgt. Kritiker sprechen von einer „Pannen­au­to­bahn“. Nach Fertig­stel­lung soll die Fahrzeit zwischen Elbflo­renz und Moldau­me­tro­pole nur noch eine Stunde betragen.(DPA)