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Wiedersehen vor Gericht in Bautzen - Kamenzer verurteilt

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Er werde einen anderen Lebensweg einschlagen und einen Beitrag für  seine Heimatstadt Kamenz leisten. Das versprach er im April vergangenen Jahres dem inzwischen pensionierten Strafrichter. Gestern stand der 43-jährige Kamenzer  wieder in Bautzen vor Gericht und wurde u.a. für vier Diebstähle verurteilt.  

Einen Motorroller, ein E-Bike und einen Satz Räder aus einem ehemaligen Stasi-Bunker bei Königsbrück hatte er in einer Garage in Kamenz versteckt. Er gestand die Diebstähle, wie auch den Einbruch in zwei Gartenlauben und einen Wohnwagen in Bischofswerda. Der Besitzer zählte in der Verhandlung auf: Armbrust, Windbüchse, C02- und Luftdruckpistole, das Fernglas und ein Fernrohr, drei Wildkameras – alles weg.  Vor allem der Verlust seiner – wie er sich ausdrückte – „Fleeschermesser“ schmerzte ihn. Damit wollte er nämlich Flecke schneiden. 

Der Angeklagte brauchte Geld für Drogen. „Ich wollte auf die Beine kommen, hatte aber keine Arbeit.“ Er versprach dem Richter, dass er einen „Neustart“ machen will und eine Therapie, wenn er wieder rauskomme. Das Urteil: Drei Jahre und fünf Monate. Darin einbezogen wurde die Strafe aus dem Prozess im April vergangenen Jahres. 

Der Richter wünschte ihm, dass er nach  der Haft die Kurve kriegt. „Machen Sie dann einen harten Cut und brechen Sie mit ihrem Umfeld!“  Der Kamenzer hat 18 Einträge im Vorstrafenregister.