„Wir haben ein Herz für ihr Herz“ - Bautzener Kardiologen schließen Versorgungslücke
Bautzen will neue Maßstäbe in der Herzmedizin in der Oberlausitz setzen. Das Leistungsspektrum der Kardiologie wird erweitert. Dafür investiert die Oberlausitzkliniken GmbH fünf Millionen Euro in zwei weitere Herzkathederlabore. Ziel sei es, den Patienten Diagnostik und Therapie auf höchstem Niveau zu bieten, so Teamchef Professor Steffen Schön. Der gebürtige Baden-Württemberger war viele Jahre in leitenden Positionen am Herzzentrum Dresden und zuletzt am Klinikum Pirna. Anfang März ist er mit seinem Team im Krankenhaus in Bautzen gestartet.
500 Patienten auf der Warteliste
In Bautzen können künftig mehr strukturelle Herzerkrankungen behandelt, z.B. Löcher in der Herzwand geschlossen oder undichte Klappen gestrafft werden. Hinzu kommen neue Behandlungsverfahren zur Schlaganfallprävention. Geschlossen wird eine Versorgungslücke. In Bautzen werden nun auch rhythmologische Eingriffe vorgenommen werden. Auf der Warteliste stünden 500 Patienten. Sie kommen aus ganz Ostsachsen, so auch aus Pirna (dort war Schön zuletzt tätig).
Schwerpunkt der OLK-Medizinstrategie
Der Chef der Oberlausitzkliniken GmbH OLK, Jörg Scharfenberg, ist stolz auf das achtköpfige Team. Darunter seien Koryphäen, also namhafte Kardiologen. „Wir können unseren Patienten nun modernste kardiologische Diagnostik und Therapie anbieten - von der interventionellen Kardiologie bis zur Behandlung von strukturellen Herzerkrankungen.“ Der Ausbau der Kardiologie in Bautzen ist ein Schwerpunkt der Medizinstrategie der OLK.