Wölfe töten erneut Schafe in Cunnewitz bei Kamenz
Wölfe haben schon wieder bei einem Schafzüchter in Cunnewitz bei Kamenz geräubert. Diesmal holten sie sich drei Tiere. Vier wurden durch Bisse so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden mussten. Damit beklagt Schafzüchter Martin Just mittlerweile 61 tote Tiere. Just fühlt sich im Stich gelassen.
Seine Schafherde weidete auf einer Koppel, um die Just einen massiven 1,60 Meter hohen Zaun gezogen hatte. Das hielt die Wölfe nicht ab. Sie sprangen darüber. Just ist verzweifelt. Es müsse endlich eine Lösung her, fordert er. Von Wolfsschützern erhielt er den Rat, seine Koppel zusätzlich mit Flatterband zu schützen. Doch es gebe derzeit einen Engpass.
Just schrieb das Kontaktbüro an. Eine Antwort habe er aber nicht erhalten. Nur ein Schaf überlebte den neuerlichen Angriff. Es hat nun bei Just einen Ehrenplatz auf dem Hof erhalten.
Der Bautzener Landrat Michael Harig hatte vor wenigen Wochen einen Abschuss des Rosenthaler Wolfsrudels verlangt. Das Sächsische Umweltministerium hatte aber seine Forderung zurückgewiesen - mit der Begründung, dass sich Nutztierhalter ausreichend schützen könnten, so mit Flatterband.