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Wütende Rentner vor Görlitzer Baumarkt

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Viele Menschen bangen in diesen Zeiten um ihren Job. Betriebe fahren die Produktion runter, beantragen Kurzarbeit. Gaststätten, Cafés, Friseure und viele andere zittern, fürchten um ihre Existenz. Dagegen bekommen private Sicherheitsdienste in Zeiten von Corona bei uns in der Lausitz verstärkt Aufträge. Vor allem Einkaufsmärkte ordern Wachleute. 

 So etwas hat Andreas Otte noch nicht erlebt.   Am vergangenen Samstag war Schlange stehen vor den Baumärkten angesagt. Viele wollten sich schnell noch mit Heimwerkermaterial eindecken. Letzte Gelegenheit.  Otte, der einen privaten Sicherheitsdienst in Görlitz betreibt, hatte ein Team zu einem Baumarkt in der Stadt geschickt. Seine Leute sollten sicherstellen, dass nur eine überschaubare Zahl von Kunden die Halle betritt. Seine Mitarbeiter seien zum Teil beleidigt und attackiert worden. „Es kam auch zu Handgreiflichkeiten. Vor allem ältere Kunden zeigen keine Einsicht. Sie sind wütend geworden“, berichtet uns Otte.

In dieser Woche stehen seine Leute vor Einkaufsmärkten in Görlitz. Sie wurden angefordert. Die Marktleiter befürchten, es könnten zu viele Kunden auf einmal in den Laden stürmen und dann nicht Abstand halten.

Der Chef des GRS-Sicherheitsdienstes  hat 32 Beschäftigte. Sie brauchen sich in diesen Wochen keine Sorgen zu machen. Es ist mehr als genug zu tun. Zusätzlich bewachen sie Gaststätten und Läden sowie Betriebe, die ihre Produktion gedrosselt oder ganz heruntergefahren haben.

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Reporter Knut-Michael Kunoth