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Zähe Tarifverhandlungen für Wittichenauer Möbelwerker

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Die Tarifverhandlungen für die  fast 900 Beschäftigten des Ikea-Zulieferers Maja-Möbel Werk Wittichenau sind ins Stocken geraten. Die Gewerkschaft habe die Gespräche gestern vorzeitig beendet, bedauerte die Geschäftsführung und verwies auf ihre weiteren konkreten Vorschläge. Eine Fortsetzung sei aber geplant. 

Ziel des Unternehmens sei,  eine nachhaltige und wirtschaftlich tragfähige tarifliche Lösung zu erzielen, mit der die Arbeitsplätze und der Standort Wittichenau langfristig gesichert werden könnten. Man sei weiterhin gesprächsbereit.

"Zeichen auf Sturm"

Die IG Metall wirft der Geschäftsführung eine Hinhaltetaktik vor.  Ein ernsthaftes Interesse an einer Einigung sei nicht mehr erkennbar.   "Die Arbeitgeber unterbreiteten ein Entgeltangebot, welches sich nicht vom Niveau des Mindestlohns wegbewegte und die Schere zu den Entgelten des Flächentarifvertrags der Holz- und Kunststoffindustrie sogar noch weiter auseinandergehen lassen würde. Momentan beträgt die Differenz bereits 30 Prozent", so Gewerkschaftssekretär Christian Göbel.  Am Standort des IKEA Zulieferer in Wittichenau stünden nun die Zeichen  auf Sturm.

Die  IG Metall fordert, dass sich das Unternehmen dem Flächentarifvertrag für die holzverarbeitende Industrie anschließt. Maja Möbel sei einer der größten Zulieferer für Ikea in Europa.  Nach Angaben der Gewerkschaft arbeiten die Beschäftigten zum Teil nur knapp über dem gesetzlichen Mindestlohn.