Zahl der Auszubildenden in Sachsen weitgehend stabil

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Autor: dpa

Das Interesse an einem Handwerksberuf steigt offenbar wieder. Doch manche Unternehmen haben Probleme.

Die Lehre im sächsischen Handwerk bleibt weiterhin attraktiv. Die drei sächsischen Kammern können für das Jahr 2018 stabile und leicht steigende Zahlen von neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen melden. In Ostsachsen haben etwa 2500 Frauen und Männer eine Lehre begonnen, wie die Handwerkskammer Dresden am Donnerstag mitteilte. Damit knüpfe das ostsächsische Handwerk an das hohe Niveau des Vorjahres an, sagte Hauptgeschäftsführer Andreas Brzezinski. Zum Vergleich: Zum Jahreswechsel 2012/13 hatten etwa 1750 junge Leute einen Ausbildungsvertrag unterschrieben.

Beliebtester Lehrberuf in den Handwerkskammern Chemnitz, Dresden und Leipzig ist weiterhin der des Kraftfahrzeugmechanikers, gefolgt von Elektroniker, Friseur und Tischler. Manche Unternehmen hätten sicher gerne noch mehr Azubis eingestellt, doch nicht genügend geeignete Bewerber gefunden, so ein Sprecher der Handwerkskammer Dresden.

Die drei Kammern konnten keine Auskunft darüber geben, wie viele Stellen unbesetzt geblieben sind. Sie verwiesen darauf, das die Unternehmen nicht verpflichtet sind, die Zahl der leer gebliebenen Ausbildungsplätze zu melden.

Im Kammerbezirk Chemnitz haben 1927 junge Leute im Jahr 2018 eine Ausbildung begonnen. Das waren in etwa ebenso viele wie im Vorjahr, so ein Sprecher. Im Kammerbezirk Leipzig ist die Zahl der Verträge im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent gestiegen. 1435 seien geschlossen worden, so eine Sprecherin. Damit setzte sich der steigende Trend der letzten Jahre fort.

In den drei Kammerbezirken sind den Angaben zufolge etwa 56 400 Betriebe registriert.