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Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge steigt

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Sachsen muss sich auf mehr unbeglei­tete minder­jäh­rige Flücht­linge einstellen. Die Zahlen haben sich im vergan­genen halben Jahr mehr als veracht­facht. Im Mai waren es noch 141 Jungen und Mädchen – jetzt sind es 1192. Diese Zahlen nannte Sozial­mi­nis­terin Barbara Klepsch am Montag in Dresden. Künftig würden pro Woche in Sachsen im Schnitt etwa 160 Kinder und Jugend­liche erwartet, so Klepsch. Grund für den erwar­teten Anstieg: Seit 1. November werden unbeglei­tete minder­jäh­rige Flücht­linge nach dem König­steiner Schlüssel auf die Bundes­länder verteilt. Zuvor waren sie an ihrem Ankunftsort betreut und unter­ge­bracht worden. Der Freistaat Sachsen will in dieser Woche 2000 Flücht­linge aus den Erstauf­nah­me­ein­rich­tungen auf die Kommunen verteilen. Das ist so viel wie noch nie in einer Woche, sagte ein Sprecher des Innen­mi­nis­te­riums. Seit Jahres­be­ginn hat Sachsen knapp 58.000 Flücht­linge aufge­nommen. An 41 Stand­orten stehen derzeit 16.600 Plätze zur Erstauf­nahme zur Verfü­gung. 15.000 davon sind bereits belegt.800 weitere Plätze sollten in dieser Woche hinzu­kommen.