• Foto: Matthias Rietschel, Reuters-Pool, dpa/ Archiv

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Zehn Jahre Haft im Chemnitzer Messerstecher-Prozess gefordert

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Im Prozess um die tödliche Messerattacke von Chemnitz hat die Staatsanwaltschaft für den angeklagten Syrer zehn Jahre Haft wegen Totschlags gefordert. Das Urteil vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Chemnitz soll am Donnerstag gesprochen werden. Das kündigte die Vorsitzende Richterin Simone Herberger am Montag an. Vor der erwarteten Urteilsverkündung halten die drei Nebenklagevertreter sowie die Verteidigung am kommenden Donnerstag ihre Schlussvorträge.

Der Angeklagte soll am 26. August vorigen Jahres zusammen mit einem Iraker, nach dem immer noch gefahndet wird, auf der Brückenstraße den Deutschen Daniel H. erstochen haben. Er sei nach der Beweisaufnahme zu dem Ergebnis gekommen, dass der Angeklagte die Übergriffe auf die beiden Geschädigten zu verantworten habe, sagte Staatsanwalt Butzkies. Im Laufe des Prozesses habe sich bestätigt, dass sich die Tat weitgehend so zugetragen hat wie in der Anklageschrift geäußert.

Seit dem 18. März muss sich Alaa S. vor dem Landgericht Chemnitz wegen gemeinschaftlichen Totschlags verantworten. Aus Sicherheitsgründen findet der Prozess in einem Gebäude des Oberlandesgerichtes (OLG) in Dresden statt. Der Tag der Messerattacke jährt sich am kommenden Montag. Dazu soll es in der Jakobikirche am Rathaus einen Gedenkgottesdienst geben.