Zehn Millionen Euro für Erweiterung des Landratsamtes Görlitz
Der Kreistag soll am 9. Mai grünes Licht geben für die Erweiterung des Landratsamtes. Damit verbunden ist die Freigabe von rund zehn Millionen Euro Eigenmittel aus dem Haushalt. Mit der Erweiterung sollen weitere Bereiche an einem Standort konzentriert und frei werdende dezentrale Gebäude vermietet oder verkauft werden. Dort herrsche ein Sanierungs- und Modernisierungsstau, so Landrat Bernd Lange. Was die Erweiterung mit den angekauften und zu sanierenden Häusern sowie den beiden geplanten mit einer Brücke verbundenen Neubauten kosten wird, das verrät weder der Landrat noch sein Finanzbeigeordneter Thomas Gampe. Zunächst sollen die Kreisräte über die Bausumme informiert werden. Für uns nur eine Zahl: Zehn Millionen Euro. Diese Summe soll der Kreis lockermachen – hinzu kommt die Summe X. Das sind Fördermittel. Vor gut zwei Jahren wurde geschätzt, dass die Erweiterung mindestens 24 Millionen Euro kosten wird.
Mit der Erweiterung des Landratsamtes in Görlitz und der damit einhergehenden Ämterkonzentration könnten 3,8 Millionen Euro eingespart werden. So groß sei der Sanierungsstau in den Außenstandorten, sagte Landrat Bernd Lange. Geplant ist, nach der Erweiterung die Ämter für Umwelt und Vermessung in die Kreisstadt zurückzuholen. Außerdem sollen das Kreishaus an der Otto-Müller-Straße in Görlitz aufgegeben und das Jobcenter von der Lunitz an den zentralen Standort an der Bahnhofstraße ziehen. Das betrifft insgesamt 350 Mitarbeiter. Damit wären dann rund 730 Beschäftigte am Kernstandort tätig.
Sogenannte publikumsrelevante Bereiche, wie z.B. die Jobcenter in Zittau, Löbau, Niesky und Weißwasser, sollen dort verbleiben. Außerdem werden an diesen Standorten Bürgerbüros eingerichtet, kündigte Gampe an. Sollte der Kreistag Anfang Mai den Baubeschluss fassen, könnte Anfang nächsten Jahres mit der Erweiterung begonnen werden. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich drei Jahre.