Zittauer OB: Einwände zu Tagebau Turow bearbeiten

Zuletzt aktualisiert:

Zittau sieht sich mit seinen Bedenken zum benachbarten Braunkohletagebau Turow allein gelassen. Die sächsische Staatsregierung habe die Sorgen und Ängste der Menschen nicht als Grund gesehen, aktiv einzugreifen, erklärte Oberbürgermeister Thomas Zenker, nachdem gestern Polen und Tschechien eine Einigung im Streit um Turow bekannt gegeben hatten. Prag hatte gegen die Tagebauerweiterung bei der EU geklagt, Deutschland nicht. 

Polen ist bislang nicht auf die Bedenken von Zittau eingegangen. Einer Studie zufolge droht die Stadt bis zu einem Meter abzusinken, wenn der Tagebau – so wie geplant – in den nächsten Jahren bis kurz vor die polnisch-tschechische Grenze rückt. Oberbürgermeister Thomas Zenker fordert, dass die Einwände der Stadt zu Turow bearbeitet werden. Das sei auch im polnischen Recht so vorgesehen.

Tschechien hat unterdessen angekündigt, die EU-Klage zurückzuziehen. Dafür bekommt Prag 45 Millionen Euro von Polen.