Zu still auf stillem Örtchen am Görlitzer Busbahnhof
Der politische Druck war groß, der Bau teuer – doch nun ist das über 100.000 Euro teure Klo-Häuschen auf dem Görlitzer Busbahnhof offenbar eine Fehlinvestition. Die vor zwei Jahren errichtete Toilettenanlage wird kaum genutzt. Die Einnahmen gehen völlig an der Realität vorbei, musste Bürgermeister Michael Wieler einräumen. Die Toilettenplaner waren sich so sicher: Aus jedem ankommenden Bus müssten doch mindestens drei Fahrgäste müssen. Aber sie hatten sich geirrt. Im vergangenen Jahr landeten nur 1.500 Euro in den Münzautomaten. Viel zu wenig – bei jährlichen Betriebskosten von über 12.000 Euro. Die Stadträte suchten nach einer Erklärung. Vielleicht ein Fall von „pragmatischer Kettennutzung“. Soll heißen: Einer bezahlt, die anderen in der Schlange nicht. Was da wohl zu machen wäre? Ein Toilettenwächter! Doch damit würden die Kosten fürs stille Örtchen noch weiter steigen.