Zusteller aus Hoyerswerda hortete 4.500 Briefe im Keller
Was du heute kannst nicht besorgen…. „Mach ich morgen, mach ich morgen.“ Er hatte 4.500 Briefe in seinem Keller gebunkert. Gestern stand der Postbote in Hoyerswerda vor Gericht.
Der 25-Jährige jobbte für eine private Zustellfirma. Ihm wurden zwei Wohnkomplexe in der Hoyerswerdaer Neustadt zugeteilt. Schnell wuchs ihm die Arbeit über den Kopf. Seine Freundin war krank, was ihm Sorgen machte. So landeten die Briefe nicht in den Kästen der Plattenbaublöcke, sondern in 15 großen Einkaufstüten. Darunter waren auch Schreiben des Arbeitsamtes mit Terminen. Die Empfänger reagierten nicht. Wie sollten sie auch. Ihnen wurden Bußgelder angedroht. Es gab Ärger. Beim Zustelldienst häuften sich die Reklamationen von Kunden, die ihre Post nicht bekamen.
Es sei alles in Ordnung, er schaffe das, er könne das, log er seine Chefin an. Hilfsangebote schlug er aus. Erst nach 17 Arbeitstagen offenbarte sich der Zusteller: „Ich hatte Angst, dass es rauskommt und habe mich geschämt“. Im Prozess gestand und bereute der Hoyerswerdaer die Tat. Er wurde zu einer Geldstrafe von 1.750 Euro verurteilt.