++ EIL ++

ZVON stimmt Fahrpreis­erhöhung zu - Vierer-Karte fällt weg

Zuletzt aktualisiert:

Bus- und Bahnfahren in der Oberlau­sitz wird teurer. Die ZVON-Verbands­ver­samm­lung stimmte heute  der Tarif­er­hö­hung im Kreis Görlitz und in Teilen des Kreises Bautzen zu.  Zum 1. August kommenden Jahres steigen die Preise für Einzel­fahrten um zehn bis 20 Cent. Auch Pendler müssen mehr zahlen. Der Maximal­preis für Monats­karten erhöht sich um zwei Euro auf 143 bzw. 118 Euro.  50 Cent mehr kostet künftig die Wochen­karte und die Tages­karte für fünf Personen in den Stadt­ver­kehren Bautzen und Görlitz – die Monats­karten werden um einen Euro teurer. 

Angehoben wird außerdem der Preis für das „Flexx-Solo“, das beliebte  Schüler­frei­zeit­ti­cket. Es kostet ab August 21 Euro und damit einen Euro mehr. Fahrrad­fahrer müssen sogar vier Euro mehr zahlen für die Fahrrad-Monats­karte. Neuer Preis: 20 Euro. Die gern genutzte Vierer-Karte in den Stadt­ver­kehren wird es ab August nicht mehr geben. Die Unter­nehmen wollen so langfristig Kosten sparen – durch den Abbau der Entwerter in den Straßen­bahnen und Bussen zu einem späteren Zeitpunkt. Als Alter­na­tive empfiehlt der ZVON den Kauf von Fahrscheinen über das Handy.  Darauf gibt es zehn Prozent. Vielfahrer in den Städten könnten auch auf Zeitkarten umsteigen, ergänzt Andrea Radtke, Geschäfts­füh­rerin von Regio­nalbus Oberlau­sitz GmbH.

Die Verkehrs­un­ter­nehmen begrün­deten den Dreh an der Tarif­schraube vor allem mit den gestie­genen Perso­nal­kosten.  Die Löhne hätten sich um mehr als sieben Prozent erhöht und bei den unter Vertrag genommen kleineren Busfirmen um über neun Prozent. Hinzu kämen steigende Instand­hal­tungs­kosten und Verbrau­cher­preise. All diese Faktoren könnten  nicht durch die gesun­kenen Kraft­stoff­preise kompen­siert werden, so Radtke.

Zuletzt waren die Fahrpreise im Gebiet des Verkehrs­ver­bundes Oberlau­sitz-Nieder­schle­sien im August 2015 erhöht worden – und zwar um zwei bis zehn Prozent.

Audio: