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  • So wie hier auf einer Straßenbahn in Sarajevo wird das lebensgefährliche "Trainsurfing" immer öfter auch auf Leipziger S-Bahnen betrieben (Symbolbild).

Zwei 13-Jährige surfen auf S-Bahn zwischen Borsdorf und Engelsdorf

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Die Leipziger Bundespolizei hat in den letzten Tagen wieder mehrfach Jugendliche festgestellt, die mit Surfen auf S-Bahnen ihr Leben riskiert haben. 

Vier „Subway-Surfer“ festgestellt

Zum Einen wurden zwei vermummte 13-Jährige erwischt, die am Sonntagabend auf dem Trittbrett einer Bahn zwischen Borsdorf und Engelsdorf mitfuhren. Auf ihren Handys hatten sie auch Videos und Fotos von der irren Aktion. Am Montagabend beobachtete ein Bahnmitarbeiter dann zwei, die in Plagwitz auf die Kupplung eines Wagons geklettert waren. Einen konnte er festhalten, er riss sich jedoch wieder los. Anschließend flüchteten die beiden unerkannt.

Die Bundespolizei bittet um Hinweise zu den beiden, bitte an Telefon 0341 / 99799 0 oder per Email an bpoli.leipzig@polizei.bund.de.

Bundespolizei warnt

Die Bundespolizei warnt immer wieder vor dem gefährlichen Trend des S-Bahn-Surfens, das in sozialen Netzwerken oft gefeiert werde. Denn dabei komme es immer wieder auch zu tödlichen Unfällen. Nicht nur durchs Runterstürzen, sondern auch durch Hindernisse wie Tunnel oder Querbalken. Außerdem seien die Oberleitungen lebensgefährlich: „Selbst ohne direkte Berührung können Stromschläge den Surfer treffen und zu schwersten, oftmals tödlichen Verletzungen führen“, so eine Sprecherin.

„Train-Surfing“ sei deshalb kein Trendsport, sondern ein Spiel mit dem Tod. Außerdem würden für diese „Ordnungswidrigkeit“ bis zu 50.000 Euro Bußgeld drohen.