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Zwei bis drei Millionen Euro Schaden durch Brand in einer Lagerhalle für Sondermüll in Lauta

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Beim Brand in einem Lager für Sonder­ab­fälle in Lauta ist ein Schaden von zwei bis drei Millionen Euro entstanden. Dabei handelt es sich um einer erste Schät­zung der Polizei. Die Ursache für das Feuer ist bislang unklar. Spezi­al­er­mittler der Kripo konnten den Brandort im Indus­trie­ge­biet noch nicht betreten. Das Feuer war kurz vor Mitter­nacht in einer Lager­halle ausge­bro­chen. Anwohner hörten mehrere Explo­sionen. Aus dem Gebäude, in der sich laut dem Entsor­gungs­un­ter­nehmen Nehlsen vor allem Lacke und Farben befanden, schlugen Flammen. Es bildete sich eine dicke Rauch­wolke. Der Wind wehte den Qualm zunächst Richtung Lauta, dann nach Schwarz­kollm und Bröthen. In Lautspre­cher­durch­sagen wurden die Einwohner aufge­for­dert, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Die Besat­zung eines Schad­stoff-Messwa­gens nahm Luftproben. Angeb­lich wurden keine gesund­heits­schäd­li­chen Stoffe freige­setzt. Die Brand­be­kämp­fung gestal­tete schwierig. Immer mehr Kräfte aus einem Umkreis von 15 Kilome­tern wurden alarmiert. Zeitweilig kamen bis zu 110 Feuer­wehr­leute zum Einsatz. Am Morgen hatten die Feuer­wehr­leute den Großbrand unter Kontrolle und am Mittag waren die letzten Flammen­nester aus  Es ist offenbar nicht das erste Mal, dass es auf dem Gelände des Entsor­gungs­be­triebes brannte. Wie der Lautaer Bürger­meister Hellfried Ruhland unserem Sender sagte, sei in der Vergan­gen­heit schon einige Male die Brand­mel­de­an­lage ausge­löst worden. Container hätten gebrannt. Johannes Lichdi, Grünen-Obmann im Abfall-Unter­su­chungs­aus­schuss des Sächsi­schen Landtages, forderte eine genaue Auskunft darüber, welche Abfälle in Lauta gelagert und welche Schad­stoffe durch den Brand freige­setzt wurden. Die Mär von den brand­si­cheren Abfall-Entsor­gungs­an­lagen in Sachsen sei mit dem Brand in Lauta erneut wider­legt worden, so der Politiker.

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Reporter Knut-Michael Kunoth