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Zweimal Feuer gelegt - Mann aus Weißwasser verurteilt

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Wegen zweifacher Brandstiftung ist heute ein 43-jähriger Mann aus Weißwasser verurteilt worden. Das Amtsgericht Görlitz sprach eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten aus – ohne Bewährung.

Der Angeklagte hatte im September vergangenen Jahres  Feuer auf dem Gelände eines Bau- und Gartenhandels an der Hermannsdorfer Straße gelegt. Er steckte ein Feuerzeug durch den Maschendrahtzaun und zündete damit Säcke mit Styropor an. Die Flammen breiteten sich auf einen hölzernen Unterstand mit 19 Paletten Rindenmulch und Blumenerde aus. Es entstand ein Schaden von 10.000 Euro. Einen Tag später zündete er Zeitungspapier in einem leerstehenden Wohnhaus an der Krumme Straße an. Er brauchte Geld für Alkohol, habe Pfandflaschen gesucht, eine Zigarette geraucht und die Kippe „weg geschnippt“, sagte der Straßenarbeiter aus.

„Ich wollte meinen Kopf frei bekommen“

Auch das erste Feuer gab er zu. Diese Tat konnte er sich nicht erklären. „Ich hatte mir die Beine vertreten, wollte meinen Kopf frei bekommen. Da sah ich die alten Säcke herumliegen.“  Der alkoholkranke Angeklagte war zu dieser Zeit im Krankenhaus Weißwasser. Er sollte zur „Entgiftung“ nach Großschweidnitz.

Register mit 33 Vorstrafen

Der Richter hielt ihm zugute, dass er die Taten gestand und alkoholkrank ist. Mit Blick auf sein Vorstrafenregister sagte er: „Sie waren schon kriminell, da bin ich noch zur Schule gegangen.“  Seine Akte umfasst 33 Einträge. Der Angeklagte sei einschlägig vorbestraft.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.