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Fast vier Jahre Haft für skrupellosen Autoschieber in Bautzen

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Auszeit für Autoschieber. Das Amtsge­richt Bautzen hat einen Polen zu drei Jahren und neun Monaten Gefängnis verur­teilt. Der 32-Jährige hatte sich mit der Polizei auf der A4 eine Verfol­gungs­jagd gelie­fert und dabei Menschen­leben aufs Spiel gesetzt. Dabei krachte er gegen ein mit einer Familie besetzten Wagen. Zum Glück überlebten die Insassen den Crash nahezu unver­letzt.

Der Angeklagte wurde maßgeb­lich durch die Video­auf­zeich­nung der Strei­fen­be­sat­zung überführt. In dem Film ist zu sehen, wie der Autoschieber mit bis zu 240 Stunden­ki­lo­me­tern über die Autobahn rast, die Fahrspuren wechselt, an Lkw rechts auf dem Stand­streifen vorbei­zieht. Bei Weißen­berg verliert er die Kontrolle über den Audi. Er kracht gegen die Leitplanke. Funken fliegen. Der Wagen wird gegen einen vollbe­setzten Pkw geschleu­dert. Danach versucht der Pole noch zu Fuß zu flüchten.

Der Angeklagte bedau­erte die Tat. Er habe das Geld gebraucht für die medizi­ni­sche Behand­lung seiner Tochter. 1.500 Zloty, umgerechnet knapp 400 Euro, wurden ihm für die Fahrt verspro­chen.

Richter Dirk Hertle forderte in der Urteils­be­grün­dung, dass alle Strei­fen­wagen in Sachsen mit Video­ka­meras ausge­rüstet werden müssten. Das mache das Beweis­ver­fahren leichter.

Das Video des Polizeiwagens