++ EIL ++

Geldstrafe für den „Leitwolf“ von Rothenburg

Zuletzt aktualisiert:

Er wollte es zu Silvester richtig krachen lassen. Dafür hortete er hunderte Blitzknaller und Knallpatronen – Pyrotechnik, für die er keine Erlaubnis hatte.  Gestern stand der Rothenburger in Weißwasser vor Gericht. Das Urteil: 1.800 Euro Geldstrafe.

Für die verbotenen Böller gab er einen Tausender aus. Das sei seine Leidenschaft schon seit jungen Jahren, gestand der Mann Anfang der Dreißiger. Auf Youtube postete der Arbeitslose  unter dem Pseudonym „Leitwolf“  Böller-Videos, die er von anderen erhalten hatte. Er geriet ins Radar des BKA.  Wenig später klingelte das LKA bei ihm Sturm. Wohnungsdurchsuchung. Fünf Transportkisten mit Pyrotechnik, darunter auch eine Großfeuerwerkszylinderbombe, wurden sichergestellt.

Vor dem Richter ging er in sich. Er hatte das Feuerwerk aus dem Ausland, aber auch in Görlitz gekauft, in einem Laden, den es später nicht mehr gegeben habe. Und er dachte, dass schon alles rechtens sei. Gegen Gesetze zu verstoßen, das sei nicht sein Ding. Er schäme sich.

Der Richter nahm ihm das Geständnis ab und riet ihm, sich endlich eine Arbeit zu suchen. Er blieb mit dem Urteil unter dem Antrag des Staatsanwaltes, der 3.600 Euro gefordert hatte und damit eine doppelt so hohe Geldstrafe.