Görlitz hat noch eine Rechnung offen
Görlitz hat noch eine Rechnung mit dem Landkreis offen. Dabei geht es um Altfehlbeträge und Altschulden aus kreisfreien Zeiten – geschätzt insgesamt 38 Millionen Euro. Laut der Landesdirektion Sachsen hat die Stadt keinen Anspruch auf Ausgleich. Gegen einen neuen Bescheid der Behörde will Oberbürgermeister Siegfried Deinege Widerspruch einlegen. Der Stadtrat erteilte ihm dafür in der vergangenen Woche einstimmig die Legitimation.
Bei den Altfehlbeträgen und Altschulden handelt es sich z.B. um Sozialausgaben, Investitionen und Zinsen, die Görlitz nach Verlust der Kreisfreiheit vor fast zehn Jahren nicht ausgeglichen bekam. Die Stadt zog bis vor das Verwaltungsgericht. Die Richter delegierten den Fall wieder an die Landesdirektion. Diese „Endlosschleife“ will Oberbürgermeister Siegfried Deinege beenden. Er kündigte Gespräche mit den Landkreis an. Verhandlungen könnten Erfolg haben.
Deineges Vorgänger, Ex-OB Joachim Paulick, verweist auf die Altkreise Löbau- Zittau und Niederschlesische Oberlausitz. Die bekämen einen Teil ihrer Altfehlbeträge über die Kreisumlage erstattet.