Görlitzer Kaufhausinvestor: Ich mache keine Abstriche
Der Görlitzer Kaufhausinvestor Winfried Stöcker wartet weiter auf grünes Licht von den Behörden. Nach Angaben der Landesdirektion Sachsen hat der 77-Jährige einen Antrag auf Bauvorbescheid bei der Stadt gestellt, aber bislang keinen Antrag auf eine bau- bzw. denkmalschutzrechtliche Genehmigung. Knackpunkt dürfte die Größe des Parkhauses sein. Dafür will Stöcker zwei baufällige Stadtvillen abreißen lassen. Aber wird sein Kaufhaus auch funktionieren, wo doch andere Häuser in Deutschland dicht machen?
An seinem Konzept will der Medizinprofessor keine Abstriche machen, auch nicht an der Dachterrasse des Kaufhauses. Dort plant Stöcker ein Restaurant mit Blick auf das Riesengebirge. Keine Abstriche will Stöcker auch am großen Parkhaus machen.Dafür braucht er Platz. Zwei baufällige Stadtvillen will er deshalb abreißen lassen. Dafür hatte er im Sommer 2021 in zweiter Instanz von der Landesdenkmalpflege das Okay erhalten, verbunden aber mit strengen Auflagen für die denkmalgerechte Kaufhaussanierung. Die Genehmigung galt für drei Jahre. Da aber Widerspruch eingelegt worden war, habe die Laufzeit erst Ende August dieses Jahres begonnen, und zwar mit der „Unanfechtbarkeit der Genehmigung“, so die Landesdirektion Sachsen. Stöcker hat also drei Jahre gewonnen, was allerdings für ihn kein Trost ist. Er will endlich anfangen.
Einen Antrag auf bau- bzw. denkmalschutzrechtliche Genehmigung habe die Stöcker Kaufhaus GmbH bislang nicht gestellt, teilte uns ein Sprecher der Landesdirektion mit.