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Starkregen und Hagel - erste Unwetterbilanz in der Lausitz

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 Umgestürzte Bäume, überflutete Straßen, blockierte Gleise und golfballgroße Hagelkörner  - Unwetter mit Starkregen und Gewitter hat am Nachmittag und Abend in der Oberlausitz Schäden angerichtet. Die Leitstelle Ostsachsen löste von 17 bis 22 Uhr über 80 Einsätze aus – davon 60 im Kreis Görlitz. .Zum Glück gab es bis dahin keine Verletzten.

In Zittau blieb ein Autofahrer auf einer überfluteten Straße stecken. Feuerwehrleute und Passanten schoben den Pkw aus dem Wasser. Eine Zug der ODEG krachte zwischen Zittau und Görlitz gegen umgestürzte Bäume. Die B 178 in Richtung Grenze war zeitweilig gesperrt.

Bis zu sechs Zentimeter große Hagelkörner prasselten in Bischofswerda nieder. Im Ortsteil Großdrebnitz wurden Fahrzeuge beschädigt. Die Eisbälle durchschlugen auch die Scheiben eines Gewächshauses.

Zwischen Goldbach und Weickersdorf wurde Geröll und Schutt auf die Fahrbahn gespült. In Neukirch/Lausitz und Lawalde rückten Feuerwehrleute zu umgestürzten Bäumen aus.  Auf der Bahnstrecke Bischofswerda - Görlitz war am späten Nachmittag der Zugverkehr  vorübergehend blockiert. In Bautzen lagen Bäume auf dem Gleis. Eine Reisende soll nach Angaben der Leitstelle einen Schock erlitten haben.

In Ebersbach-Neugersdorf lief  Wasser in einen Drogeriemarkt.

Fast pausenlos auf Achse war die Feuerwehr Kodersdorf. Neben unwetterbedingten Einsätzen rückten die Kameraden auch zu einem Lkw aus, dessen Tank aufgerissen war. Einige hundert Liter Kraftstoff liefen aus. Sie eilten außerdem ins Industriegebiet.Beim Felgenhersteller Borbet war die Brandmeldeanlage ausgelöst worden.