Klageflut abgelehnter Asylbewerber in Sachsen
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SOS aus Verwaltungsgerichten in Sachsen. Die Klagen abgelehnter Asylbewerber haben sich verdoppelt. Nach Angaben des Justizministeriums gingen im vergangenen Jahr fast 6.400 Verfahren ein. Hinzu kamen 1.800 Anträge auf Gewährung einstweiligen Rechtsschutzes.
Extrem war der Anstieg im vergangenen Dezember. Inzwischen machen Asylklagen mehr als die Hälfte aller Eingänge an Sachsens Verwaltungsgerichten aus. Die Richter kämen trotz personeller Verstärkung kaum noch hinterher. Die Erfolgsaussichten der klagenden Asylbewerber sind unterschiedlich. Bei den Mahgreb-Staaten Marokko, Tunesien, Algerien tendieren sie gegen null, bei Irakern und Afghanen liegen sie bei 40 bis 50 Prozent.