„Keine Zeit verlieren“ - Görlitzer Stadtrat gibt 2,5 Mio Euro für die Stadthalle frei
Die Sanierung der Görlitzer Stadthalle rückt näher. Mit großer Mehrheit gab der Stadtrat gestern Abend zweieinhalb Millionen Euro für die Vorbereitungen frei. Davon sind gut zwei Millionen für die weitere Planung. Oberbürgermeister Octavian Ursu wünscht sich, dass es Ende dieses Jahres losgeht und 2028 die erste Veranstaltung über die Bühne geht.
„Machen und keine Zeit verlieren“ – so der Tenor in der Diskussion. „Bürger für Görlitz“, SPD, CDU und AfD stimmten für die Freigabe. Noch seien die Fördermittel reserviert. Bund und Land haben 38 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Aber noch nicht überwiesen! Ein Risiko, fanden Linke und Motor Görlitz/Grüne, wie auch die Betreibung der Halle. Das Konzept dafür sei nicht schlüssig, nicht nachvollziehbar, so der Vorwurf und die Frage: Woher soll der jährliche Zuschuss von einer Million Euro kommen?
Dagegen verteidigte Projektmanager Henning Wossidlo das Betriebskonzept. Er geht von 111 Veranstaltungen im Eröffnungsjahr aus und von über 200 im dritten Jahr.
Die Görlitzer Stadthalle ist seit 2005 geschlossen. Sie wurde damals baupolizeilich gesperrt. In den vergangenen Jahren wurde der Jugendstilbau an der Neiße gesichert. Er drohte einzustürzen. Der Große Saal ist mit 1.000 Plätzen der größte Veranstaltungssaal zwischen Dresden und Breslau.
Seit 2019 der Kleine Saal wieder genutzt werden - allerdings nur mit Einschränkungen, es gibt keine Heizung.