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Prozess: Er wollte seine ehemalige Schule in Bischofswerda anzünden

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Fast ein Jahr nach der Messerattacke an einer Grundschule in Bischofswerda muss sich der Täter ab heute vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem heute 17-Jährigen unter anderem versuchte Tötungsdelikte und Brandstiftung vor.

Der Prozess vor der Jugendstrafkammer am Landgericht in Bautzen wird nicht öffentlich geführt. Insgesamt fünf Verhandlungstage sind bis Mitte September geplant. Der Jugendliche hatte am Morgen des 23. August 2023 seine ehemalige Schule mit Molotowcocktails betreten. Als er sein Vorhaben auf der Toilette vorbereitete, erwischte ihn ein Drittklässler, auf den er mit einem Messer einstach. Danach setzte er sich selbst in Brand und wurde schwer verletzt im Treppenhaus vom Hausmeister überwältigt. Sein Motiv ist unklar.

Sollte er verurteilt werden, kann er mit einer milden Strafe rechnen. Denn für ihn gilt noch das Jugendstrafrecht. Im Mittelpunkt stehe erzieherische Maßnahmen.