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Prozess zu Amoktat in Bischofswerdaer Schule - Anklage verlesen -Angeklagter schweigt

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Fast ein Jahr ist es her, als ein 17-Jähriger seine ehemalige Schule in Bischofswerda anzünden wollte. Ein Grundschüler – damals dritte Klasse – durchkreuzte seinen Plan - zufällig. Er überraschte den Jugendlichen bei der Vorbereitung auf dem Schulklo. Der 17-Jährige soll auf den Schüler eingestochen, ihn schwer verletzt haben, so die Anklage. Wenig später wurde er vom Hausmeister überwältigt.  

Heute hat der Prozess am Landgericht in Bautzen begonnen – unter Ausschluss der Öffentlichkeit.  Auch wir müssen draußen bleiben, was uns aber nicht davon abhält, weiter zu recherchieren. Heute wurde nur die Anklage verlesen. Das dauerte rund eine halbe Stunde. Der Angeklagte soll sich die Vorwürfe relativ regungslos angehört haben. Bislang hat er sich nicht zur Tat geäußert. Am 28. August wird der Prozess fortgesetzt. Dann werden die ersten Zeugen gehört. Möglich, dass der Angeklagte dann  sein Schweigen brechen wird.

Dem neunjährigen Opfer geht es inzwischen besser. Der Grundschüler leidet aber noch immer an den Folgen der Stichverletzungen. Er sei in der Bewegung eingeschränkt, sagte uns sein Anwalt, der als Nebenklage-Vertreter am Prozess beteiligt ist.

Wie auch in jedem Strafverfahren gilt auch in diesem Verfahren die Unschuldsvermutung für den Angeklagten.