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Rückendeckung für Intendant des Lausitz Festivals

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Die Koalitionsfraktionen im Brandenburger Landtag haben sich hinter das Lausitz Festival und seinen Intendanten Daniel Kühnel gestellt. Ein Antrag der Linke-Fraktion für einen Neustart des länderübergreifenden Mehrsparten-Festivals und eine Neuausschreibung der Intendanz wurde gestern  mehrheitlich abgelehnt. Hintergrund sind Vorwürfe von regionalen Kulturschaffenden, nicht in die Programmentwicklung des Festivals einbezogen zu werden. Ein weiterer Kritikpunkt ist eine fehlende Transparenz bei der Besetzung der Intendanz des Festivals. Es habe keine Ausschreibung gegeben.

„Es gab zu keinem Zeitpunkt Einwände zur Personalie des Intendanten. Vielmehr wurde das Konzept von Daniel Kühnel einstimmig beschlossen“, erklärte Beiratsvorsitzende Kathrin Winkler, die auch Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland ist. Die Linke-Fraktion in Brandenburg hatte kritisiert, die Intendanz arbeite vor allem darauf hin, Hochkultur für einen kleinen Kreis von Interessierten zu organisieren – anstatt die Region und ihre Kulturschaffenden in ihrer Breite zu repräsentieren. 

In diesem Jahr hat das mittlerweile fünfte Lausitz Festival unter anderem ein Konzert der WDR Big Band in der Kulturweberei in Finsterwalde im Programm. In der Görlitzer Peterskirche tritt der Grammy-prämierte Lettische Radiochor auf.  Der vielfach ausgezeichnete frankokanadische Pianist Marc-André Hamelin spielt im Neuen Schloss in Bad Muskau. 

Das Festival findet vom 24. August bis 14. September in Brandenburg und Sachsen und dem polnischen Grenzland statt. Der Bund stellt jährlich rund vier Millionen Euro mit dem Ziel bereit, das Festival zu einer kulturellen Leitmarke zu entwickeln. (dpa/ red)