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Spremberg hat neuen Partner in Frankreich

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Mars la Tour ist neuer Partner von Spremberg. Beide Kommunen haben einen entsprechenden Vertrag besiegelt. Geplant ist u.a. ein Schüleraustausch mit der Gemeinde in Lothringen. Gäste aus der Partnerkommune halten sich derzeit in Spremberg auf.  Der Ort in der Nähe der Grenze zu Luxemburg war Brennpunkt im Deutsch-Französischen Krieg vor mehr als 150 Jahren. In der Schlacht von Mars la Tour im August 1870 fielen Soldaten des 6. Brandenburgischen Infanterieregiments Nummer 52. 

Der Spremberger Georgenbergverein beschäftigt sich bereits seit Jahren mit diesem historischen Ereignis. So ist inzwischen bekannt, dass in der Schlacht am 16. August 1870 in Mars la Tour 17 Offiziere und 345 Soldaten des 6. Brandenburgischen Infanterie-Regiments Nr. 52 gefallen sind. Außerdem wurden 32 Offiziere und 806 Soldaten verwundet. Ein Großteil von ihnen stammte aus Spremberg und Umgebung. Ihnen zu Ehren befinden sich sowohl in Mars la Tour als auch in Spremberg Gedenkorte.

Der Bürgermeister von Mars la Tour, Roger Della Costa: „Was für ein schönes Symbol, dass die beiden Städte, die für immer von der Tragödie des Sommers 1870 geprägt wurden, heute in einer dauerhaften Freundschaft vereint sind. Ich sehe es als eine Botschaft an die künftigen Generationen, aber auch an die Welt von heute, die so unsicher ist.“

Die Spremberger Bürgermeisterin Christine Herntier: „Die europäischen Werte müssen ja gelebt werden. Und das passiert nicht in Sonntagsreden, sondern das passiert in vielen Projekten ab  heute auch mit der Gemeinde Mars La Tour. Es braucht eine Gemeinsamkeit, im Denken, im Fühlen und im Handeln.“

Spremberg unterhält noch zwei weitere Städtepartnerschaften – mit Sprottau (Szprotawa) im polnischen Teil Schlesiens und mit Schelesnogorsk, dem früheren Krasnojarsk, in Russland.

Audio:

Konstanze Schirmer, Sprecherin der Stadt Spremberg