Sturm „Xavier“ fegt über die Lausitz - zwei Verletzte - Zugverkehr wieder aufgenommen
Sturm „Xavier“ ist abgezogen. Nun ist aufräumen und reparieren angesagt. Feuerwehrleute sind im Einsatz. Sie räumen umgestürzte Bäume weg. Der Zugverkehr in der Oberlausitz kommt allmählich wieder ins Rollen. Streckensperrungen wurden aufgehoben. Sturm „Xavier“ hatte gestern Abend in der Lausitz gewütet. Bäume stürzten auf Straßen und Gebäude. Dachziegel wirbelten durch die Luft. Baustellenzäune und -leitpfosten kippten um. Autos fuhren gegen umgekippte Bäume. Zwei Autoinsassen wurden bei Kolkwitz im Spree-Neiße-Kreis verletzt. Eine Sturmböe efasste den Pkw-Anhänger. Das Fahrzeug überschlug sich. Die Länderbahn stellte am Abend den Zugverkehr in der gesamten Oberlausitz ersatzlos ein. Züge fuhren heute Morgen nur von Görlitz bis Löbau. Auf dem Streckenabschnitt Löbau - Bautzen lagen Bäume. Auch auf den Linien Bischofswerda - Zittau und Görlitz - Cottbus kam es zu Behinderungen.In der Leitstelle in Hoyerswerda und im Lagezentrum der Polizeidirektion in Görlitz standen die Telefone nicht still. In Brauna bei Kamenz zertrümmerte ein 20 Meter hoher Baum ein Wohnhausdach. Mehrere Straßen in den Landkreisen Görlitz und Bautzen wurden wegen umgestürzter Bäume gesperrt, so z.B. die B 156 zwischen Krauschwitz und Weißwasser. In einer Milchviehanlage in Groß Düben bei Weißwasser gingen in der Nacht die Lichter aus. Eine Sturmböe war in eine 20-KV-Freileitung gebraust. „Xavier“ pustete auf der A13 bei Radeburg einen Lkw-Anhänger beinahe um. Er kippte in gefährliche Schräglage. Auch in Bischofswerda hinterließ der Sturm Spuren. Ein Baum auf ein Wohnhaus an der Belmsdorfer Straße. Die Feuerwehr rückte außerdem zur Bahnstrecke zwischen Weickersdorf und Bischofswerda aus. In Görlitz fiel ein Kastanienbaum auf die Sattigstraße. Am Berzdorfer See wurde eine Imbissbude vom Strand gefegt. Festhalten! hieß es in Ebersbach-Neugersdorf. Der Sturm brauste mit rund 130 Kilometer pro Stunde über die Oberlandstadt.