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Unbekannter kapert Zug am Bahnhof Görlitz - Täter noch immer nicht gefasst

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Die Bundespolizei untersucht derzeit einen bislang beispiellosen Vorfall am Bahnhof Görlitz. Nach unseren Informationen wurde am Freitagnachmittag ein im Abstellbereich stehender leerer Zug durch eine Person gestartet. Der Täter wollte damit offenbar auf das Hauptgleis fahren. 

Der Triebwagen konnte noch rechtzeitig gestoppt und so eine Katastrophe verhindert werden. Er wurde durch eine mechanische Sperre zum Entgleisen gebracht. Das bestätigte uns Länderbahn-Sprecher Jörg Puchmüller. Der Täter flüchtete und konnte bislang nicht gefasst werden.  Er muss sich mit Eisenbahntechnik auskennen. Denn so ohne weiteres lässt sich ein Triebwagen nicht starten. Dazu braucht er eigentlich einen Schlüssel. Länderbahn-Sprecher Jörg Puchmüller sagte uns aber, dass keine Zündschlüssel von den Trilex-Triebzügen gestohlen wurden. Wie konnte er dann die Bahn in Gang setzen und damit rund 300 Meter bis zur Gleissperre fahren? Hat er die Technik überlistet, die Zündung kurzgeschlossen?  Oder hat er einen speziellen Schlüssel?

Es könnte sich um einen Freak handeln, der weiß, wie so ein Triebwagen auch ohne den Originalschlüssel gestartet werden kann. Und sein Motiv? Einfach mal ein bisschen Lokführer spielen? Oder ist es Frust – doch worüber? 

Die Länderbahn hat inzwischen reagiert. Sie lässt den Abstellbereich am Bahnwerk Görlitz jetzt rund um die Uhr überwachen. Auf die Frage, ob es schon einmal einen ähnlichen Vorfall gegeben, also ein Zug nicht an dem Platz gestanden hat, wo er hätte stehen soll, ließ Länderbahn-Sprecher Puchmüller bislang unbeantwortet.