++ EIL ++

Vertrag für erstes Leag-Windprojekt unterzeichnet

Zuletzt aktualisiert:

Im Zuge des geplanten Kohleausstiegs will der ostdeutsche Bergbaukonzern Leag kräftig in Windkraft und Photovoltaik (PV) investieren - ein erstes Projekt steht nun fest. Für den Windpark Forst-Briesnig II in der Lausitz kauft die Leag 17 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 105 Megawatt beim dänischen Hersteller Vestas, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Das Windprojekt, das auf ehemaligen Tagebauflächen errichtet werden soll, sei das erste dieser Art für die Leag, hieß es. 

„Das Projekt ist ein weiterer bedeutender Meilenstein in der Transformation der Region zu einer erneuerbaren Industrie- und Energielandschaft und Teil des umfassenden Energiewendeprojekts GigawattFactory.“

Die Lieferung der Turbinen soll demnach im vierten Quartal 2025 beginnen. Die Inbetriebnahme der Anlagen ist für das dritte Quartal des Folgejahres geplant. Vestas ist auch für die Wartung der Windräder verantwortlich. 

Die Leag will eigenen Angaben zufolge bis 2030 „eines der größten Onshore-Cluster für erneuerbare Stromerzeugungsanlagen in Deutschland“ schaffen. Das Konzept umfasst Wind- und PV-Projekte mit einer Kapazität von insgesamt 7000 Megawatt. 

Erst Anfang Juni hatte die EU-Kommission eine staatliche Entschädigung in Höhe von 1,75 Milliarden Euro genehmigt, die die Leag für den schrittweisen Kohleausstieg bis 2038 erhalten soll. Dabei geht es vor allem um Kosten für die Rekultivierung oder für Sozialvereinbarungen. Das soll für einen sozialverträglichen Abbau von Jobs sorgen. (dpa)